März 03, 2009

Kärnten II

Tja, wie die Wahlen in Kärnten ausgegangen sind, brauch ich hier wohl nicht nochmals breittreten. Dass das Ergebnis jetzt niemanden überrascht, aber trotzdem wieder aufs neue ein Schock ist, ist auch klar.
Ich war ja am Samstag sogar noch beim Spatenstich der Umfahrung von Bad St. Leonhard dabei, bei der niemand geringerer als der Landeshauptmann zugegen war und sich brav unters Volk mischte. Und hatte kurz die Hoffnung, dass er vielleicht doch nicht so gut ankommt. Aber als sich dann Schlangen bildeten, die sich anstellten um ein Autogramm (!!!) von ihm zu erhaschen, waren alle Aussichten auf eine neue Orientierung in Kärnten dahin.
Und so bleibt in Kärnten alles beim Alten und wird vielleicht sogar noch radikaler. Aber zum Glück weiß ich - spätestens seit Klaus Ottermeyer, dass ich mit meinen Ängsten um das durchaus schöne Bundesland nicht alleine bin. Und manchmal hilft das ganze Reden, Diskutieren und Argumentieren nichts und man muss die Leute einfach „anrennen“ lassen.
Und genau das nehm ich mir jetzt vor. Ich werde nicht mehr über Kärntens Politik sagen. Ich werde nichts zum Rassismus, der Frauenfeindlichkeit, der Arbeitslosenrate und den Schulden sagen. Ich werde den stärker werdenden Rechtsruck nicht mehr erwähnen und mich nicht mehr darüber aufregen. Und ich werde mir diese Sätze wie ein Mantra vorsagen, damit ich meine neuen Vorsätze nicht vergesse.
Denn die Kärntner Seele wird mir scheinbar immer ein Rätsel bleiben und diese Zeit des darüber Ärgerns und Grübelns und Verstehen wollen, könnte ich ja durchaus besser nutzen und gleichzeitig meinen Blutdruck schonen. Mal schauen, wie lang mir das gelingt.

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