März 10, 2009

Und Schnitt!!

Mittlerweile hat es sich ja herumgesprochen denk ich. Die Haare sind ab. Endlich! Eigentlich wollte ich das ja im Oktober schon machen. Hat dann aber nie gepasst und die gute W., die ja ab uns zu meine Haare macht, hat sich nicht getraut, dass sie mit der Schere einfach reinschneidet ins Haarparadies. (Obwohl ich mir ja eigentlich denke, dass es für einen Frisör nichts Schöneres geben kann, als jemand mit langen Haaren, der bittet diese abzuschneiden…)

Am Samstag war es endlich soweit. Von M. hab ich ja zur Sponsion einen Schönheitstag in Ungarn bekommen. Herrlich, sag ich nur. Massage, Maniküre, Pediküre, Gesichtsbehandlung. Da hat es sich doch durchaus gelohnt, an einem Samstag schon um 07:00 Uhr das gemütliche Bett zu verlassen und raus in den Regen zu gehen.
Den krönenden Abschluss unseres Entspannungstages bildete dann auch gleich mein Frisörtermin. Da konnten wir unsere den ganzen Tag angeübte Entspannungsfähigkeit gleich auf die Probe stellen, da in Ungarn bei einem Frisör gar nix flott geht. Ich glaube, er hat mir jedes Haar einzeln geschnitten und auch jedes Haar einzeln gefärbt. Dazwischen gab es gemütlichen Plausch mit den anderen Frisören oder einfach mal ein bisschen in die Luft schauen.
Aber ich bin ihm ja auch gar nicht böse. Hat er mich doch allein mit der Frisur doch gleich wieder viel schöner gemacht!
Lustig fand ich allerdings, dass mein Entschluss 40cm Haare fallen zu lassen, so einen Tumult ausgelöst hat. Und wie oft ich von den ebenfalls beim Frisör Anwesendengefragt wurde, ob ich mir auch tatsächlich SICHER bin. Ich hab bis dato nicht gewusst, dass Haare schneiden eine so weitreichende und gut überlegte Sache ist. Ich dachte immer, die wachsen eh wieder nach?!
Und nein, ich habe die Haare nicht behalten und auch nicht verkauft.
Aber eine Frage hätt ich da noch: Wie hab ich denn bitte vorher mit den langen Haaren ausgesehen??? Denn: So viele Komplimente, wie die letzten paar Tage hab ich wahrscheinlich das ganze letzte Jahr nicht für meine Frisur bekommen! Nur weiter so! :)

März 03, 2009

Kärnten II

Tja, wie die Wahlen in Kärnten ausgegangen sind, brauch ich hier wohl nicht nochmals breittreten. Dass das Ergebnis jetzt niemanden überrascht, aber trotzdem wieder aufs neue ein Schock ist, ist auch klar.
Ich war ja am Samstag sogar noch beim Spatenstich der Umfahrung von Bad St. Leonhard dabei, bei der niemand geringerer als der Landeshauptmann zugegen war und sich brav unters Volk mischte. Und hatte kurz die Hoffnung, dass er vielleicht doch nicht so gut ankommt. Aber als sich dann Schlangen bildeten, die sich anstellten um ein Autogramm (!!!) von ihm zu erhaschen, waren alle Aussichten auf eine neue Orientierung in Kärnten dahin.
Und so bleibt in Kärnten alles beim Alten und wird vielleicht sogar noch radikaler. Aber zum Glück weiß ich - spätestens seit Klaus Ottermeyer, dass ich mit meinen Ängsten um das durchaus schöne Bundesland nicht alleine bin. Und manchmal hilft das ganze Reden, Diskutieren und Argumentieren nichts und man muss die Leute einfach „anrennen“ lassen.
Und genau das nehm ich mir jetzt vor. Ich werde nicht mehr über Kärntens Politik sagen. Ich werde nichts zum Rassismus, der Frauenfeindlichkeit, der Arbeitslosenrate und den Schulden sagen. Ich werde den stärker werdenden Rechtsruck nicht mehr erwähnen und mich nicht mehr darüber aufregen. Und ich werde mir diese Sätze wie ein Mantra vorsagen, damit ich meine neuen Vorsätze nicht vergesse.
Denn die Kärntner Seele wird mir scheinbar immer ein Rätsel bleiben und diese Zeit des darüber Ärgerns und Grübelns und Verstehen wollen, könnte ich ja durchaus besser nutzen und gleichzeitig meinen Blutdruck schonen. Mal schauen, wie lang mir das gelingt.

Februar 20, 2009

Kärnten

Die meisten wissen ja, dass ich ein steirisch- kärnterischer Mischmasch bin. Mama aus Kärnten, Papa ein Steirer. Aufgewachsen in der schönen Obersteiermark und dann in der Blüte meiner Jugend für zwei Jahre nach Kärnten gezogen, um dann nach Wien zu gehen und zu studieren und irgendwie in der Hauptstadt hängen zu bleiben, aber ohne Kärnten aus den Augen zu verlieren.
Ich höre immer wieder „Mah Kärnten is jo soooo schön! Diese Reaktion kommt lustigerweise nie, wenn ich von meinen steirischen Wurzeln erzähl…. (Es sei denn natürlich, ich red mit jemanden, der ebenfalls der aus der Steiermark kommt).
Aber naja. Ich schweife schon wieder ab. Jedenfalls sind ja nächste Woche in Kärnten Wahlen. Und in Wien bekommt man ja vom „Wahlkampf“ relativ wenig mit. Die Witze des derzeitigen Landeshauptmannes sind anscheinend schon wieder vergessen. Und obwohl eben diese Witze keine Konsequenzen mit sich bringen, setzt er noch eines nach und meint, wer das nicht lustig fände, hat eben keinen Humor. Es ist übrigens dieselbe Person, die nach der berühmten Willkommen Österreich Sendung ein Auftrittsverbot der Kabarettisten verlangte. Es folgte dann aber schließlich doch noch ein „Versöhnungsangebot“- nämlich den nächsten Urlaub doch in Kärnten zu verbringen- auf der Saualm. Ich denke, da ist kein weiterer Kommentar nötig.
Vielleicht ist der Rest von Österreich schon ein bisschen „Kärnten- müde“. Vielleicht will außerhalb von Kärnten niemand mehr die Huldigung und Heiligsprechung mehr hören, die dort zelebriert wird? Vielleicht kann der Rest Österreichs diesen „Wahlkampf“ auch gar nicht richtig ernst nehmen? Vielleicht sind aber auch die Journalisten unkritischer geworden? Und möglicherweise sind die restlichen Politiker dieses Landes zu schwach, um eindeutige Stellung zu beziehen? Vielleicht hat niemand den Mut zu sagen, dass es eben nicht lustig ist, wenn ein Landeshauptmann Witze reisst, die eindeutig unter Rassismus fallen! Zu sagen, dass dieser dann vielleicht doch nicht der Richtige ist, um Landeshauptmann zu sein?
Und man sollte meinen, dass man spätestens bei der Wahl für solche Sager die Rechnung präsentiert bekommt. In diesem Fall sehe ich da leider schwarz- oder eben in diesem Fall orange.
Und wems zu anstrengend ist, sich mal in die Geschichte Österreichs einzulesen, dem lege ich hiermit eine Version I bin aus Österreich von STS ans Herz. Und vielleicht sollten zum bessern Verständnis Herz UND Hirn eingeschalten werden.

Februar 17, 2009

happily ever after

Gestern hab ich mir mit L. einen netten Abend gemacht. Ein klassisches Date mit einer guten Freundin an einem Montagabend: Abendessen und Kino.
Im Kino angekommen wird schnell klar: typischer Frauenfilm. Ok, ok, dass "He´s just not that into you", in diese Kategorie fällt, war klar. Und dass die einzigen 3 Typen, die man vor dem Kinosaal warten sah, von ihren Freundinnen zu diesem Film überredet worden sind, konnte man an ihren Mienen ablesen.
Aber das geschlechterstereotype Bild, dass sich da bot, konnte noch übertroffen werden.
Ich lasse an dieser Stelle, die Mädlsgruppe aus, die auch noch Fotos von sich im Kino machten. Also gut, ich bin nicht sehr Kinoerfahren, aber in meiner bisherigen Kinokarriere habe ich es noch nicht erlebt, dass geklatscht wurde. Und am allerwenigsten hätte ich es mir bei einer sogenannten Schnulze erwartet. Aber es gab kein halten mehr im Kinosaal. Bis auf wenige Mädls (und wahrscheinlich den 3 Typen) hat der Kinosaal fast getobt. Die Mädls haben geklatscht, erleichtert gejubelt. Und warum?
Nein, Brad und George sind nicht überraschend aufgetaucht. B. hat J. einfach nur einen Heiratsantrag gemacht. Und der kam nicht mal unerwartet. Für mich kam die Reaktion im Kinosaal allerdings unerwartet.
Anscheinend wünschen sich die meisten halt doch einfach das Märchen, dass sie als Kind schon gern gehabt haben. Und das möchte ich diesmal ganz unkommentiert lassen. Denn eigentlich spricht auch nichts dagegen, oder?.

Januar 25, 2009

groß werden...

Ja, ich weiß… Ruhig ist es hier geworden. Was aber nicht heissen soll, dass ich eine ruhige Kugel schiebe. Nein, nein. Ich habe meine Studentenzeit und das süße Nichtstun der letzten Wochen hinter mir und bin nun fleissige Angestellte und brave Steuerzahlerin. Das einzige, dass noch an meinen Studentenstatus erinnert, ist meine „Wohnung“. Denn, ich bin noch nicht umgezogen und wohne immer noch in meinem kleinen gemütlichen Zimmer im Studentenheim. Die Wohnungssuche ist das nächste große Projekt, dass ich dann mal in den nächsten Wochen angehen werde. Wies ausschaut, werde ich also erwachsen. Geregelter Job, neue Wohnung und woran ich es selbst am meisten merke: neue Schlafenszeiten.
Die letzten Jahre bin ich ja selten vor 2 Uhr früh ins Bett gekommen. Es gab einfach zu viel zu tun und der Tag war immer zu kurz. Uni, Arbeit, Uni, Arbeit, sonstiges Zeug, dass es zu erledigen gilt und dann noch Zeit für Freunde, Familie und auch ganz wichtig Zeit für mich selbst.
Und da jetzt der zeitfressende und immer wieder „schlechtes- Gewissen- machende“ Faktor Uni weggefallen ist, ist da mehr Zeit übrig. Und diese Zeit lässt sich herrlich in Schlaf investieren, der vor Mitternacht stattfindet. Schön!
Ich merke das Erwachsenwerden aber auch daran, dass ich mich letztens am Sonntagabend mit meiner guten Freundin M. beim Obi- Gspritzt (und nicht bei Bier oder Wein!!) darüber unterhalten habe, wie denn unser Leben jetzt so weitergehen soll. Karriere- Ja? Nein? Wie soll und kann das überhaupt ausschauen? - Familie? Kinder? – Familie, Kinder UND Karriere?
Natürlich sind wir zu keinem Ergebnis gekommen. Wie auch. Ich als Krebsgeborene, die viel emotionaler als rational agiert, bin ja sowieso der Meinung, dass man das so nicht alles planen kann. Schon gar nicht über einen so langen Zeitraum. Vor allem den Teil mit Familie und Kinder. Da wird’s ja dann schon ein bisserl schwieriger, weil man das ja nicht alles alleine erreichen kann und dann ja auch mal erst wen finden muss, der das auch so will. Aber ich will da ja jetzt auch gar net so genau ins Detail gehen, weils ja sowieso so kommt, wies kommt und ich eigentlich nur sagen wollte, dass die gute M. und ich uns vor wahrscheinlich noch nicht allzu langer Zeit nicht vernünftigerweise ein Obi- Gspritzt bestellt hätten und die theoretischen Zukunftsaussichten wären nicht weiter als bis zum nächsten Jahreszeitenwechsel gegangen.
Trotzdem, ich finds gut so wie es ist und Martin Reichert wäre stolz auf mich.