Dezember 31, 2008

2008

Bevor das neue Jahr beginnt, muss noch kurz Platz sein, um 2008 zu würdigen. Denn obwohl ich das Gefühl habe, dass ich dieses Jahr nur daheim gesessen bin um Diplomarbeit zu schreiben und dann für die Prüfung zu lernen, ist doch einiges passiert.
Da ich wahrscheinlich nie einen Oscar, Golden Globe, oder anderen Award gewinnen werde (wobei, mit dem Nobelpreis liebäugel ich schon), möchte ich an dieser Stelle mal danke sagen:

DANKE…
Esther, dass du mit mir übers Eis vom Toplitzsee gegangen bist und dich genauso gefürchtet hast, wie ich! Für „Bring eam um!!“ .Ohne dich wär vieles viel schwerer gewesen! - Margit, fürs „positiv denken“, wenn ich lieber gegrantelt habe; fürs Dahinphilosophieren, für die Motivation und fürs Mitfreuen! - Jürgen, dafür, dass du der große Bruder bist und mir auch immer eine andere Sichtweise zeigst. Und natürlich für „spritz, spritz“, was mir wahrscheinlich immer unangenehmer war, als dir! :) - Jenny, für „Rossina“, für Trost und Rat. - Mama und Papa fürs an mich glauben und den Rückhalt. - Georg, dafür, dass du mir immer Asyl gewährst und für „eins trink ma noch“, auch wenn ich schon heimgehen will! - Lisa für das „Pro und dagegen“ sein, fürs Lustigsein und die Begeisterung für die „kleinen“ Dinge im Leben. - Oma und Opa für die besten Großeltern, die man sich nur wünschen kann. – Gernot, fürs immer noch Freunde sein, trotz der Distanz. – Robert, für Klatsch und Tratsch aus der Heimat. – Meiner Professorin, fürs Mentoring. - Christoph, für die technische Unterstützung bei der Diplomarbeit. – Andi, für den nie enden wollenden Sarkasmus. Bettina, Nicky, Eva und Kathi, für die Unterstützung bei Diplomarbeit und Diplomprüfung. - .Martina, für den einen oder anderen Spritzer, sowie die Woche in Amsterdam, die genau zur richtigen Zeit war. Kope, für das gemeinsame Mitfiebern während der EURO. - Den Spaniern, dass Deutschland nicht Europameister wurde! - David Hasselhoff, für „hooked on a feeling“. - Der Sonne, dass sie in Kärnten immer noch scheint. – Dem österr. Nationalteam, dass sie wenigstens die Franzosen weggeschossen haben. – Meinem Laptop, dass er mich nicht im Stich gelassen hat. - Und zum Schluß danke ich natürlich allen meinen Fans!! Und sowieso allen, die dieses Jahr in meinem Leben auf- und untergetaucht sind und mich so noch ein bisschen weiser gemacht haben!!!!

Dezember 29, 2008

diese helga....

Das Jahreshoroskop 2009 für Krebse fängt an mit:
„Gut, dass sie durchgehalten haben und nicht alles hingeschmissen haben um woanders neu anzufangen!“
Was sagt man dazu? Da kennt die gute Helga Kuhn mich wohl besser, als ich mich selber??? Woher wusste sie nur von meinen Plänen? Und wer hat sie informiert, dass ich nun doch in Wien bleibe? Und haben alle Krebse, denselben Plan gehabt und sind trotzdem an Ort und Stelle geblieben? Oder meint die gute Helga doch nur mich? Hmm… Soviele Fragezeichen!!!
Aber gut, es ist wie es ist. Ich bleibe und das ist auch noch von der guten Helga abgesegnet. Das Fernweh muss erstmal warten. Wobei so wirklich an Ort und Stelle bleibe ich ja nicht. Ich werde schließlich umziehen. Leider hat die gute Helga dazu keinen Tipp abgegeben, wo und wie ich meine gemütliche neue Wohnung finden werde.
Und als arbeitender Mensch hat man ja auch schließlich Urlaubsanspruch. Da geht’s dann gleich mal zu meiner liebsten E. nach Tübingen oder Balingen oder in irgendeine andere nette Ortschaft mit –ingen. Dann steht natürlich ein Besuch an auf der grünen Insel bei M. und ihren irischen Jünglingen (die sie bis dahin sicher schon kennengelernt hat, wie ich hoffe!!!). Außerdem müssen M. und ich uns dann auch noch auf unsere supercoole Studienabschlußreise nach NYC begeben!!! So, das wären dann mal die Dinge, die absolute Priorität haben!! Zwischendurch stehen dann noch kleinere Ausflüge nach Graz, Schiefling City und ins Aichfeld am Programm, den Grundlsee würde ich auch gern mal wieder sehen, wenn er nicht zugefroren ist, Amsterdam fehlt mir, seit ich die Stadt verlassen habe und ein Abstecher nach Italien muss dann ja wohl auch noch drinnen sein. Kann ja eigentlich alles kein Problem sein, oder? Mir und meinem Fernweh geht’s bei diesem Ausblick aufs neue Jahr jedenfalls gleich vieeeel besser!

Dezember 02, 2008

Advent, Advent....

Seit August stehen die Lebkuchenherzen in den Geschäften, seit September gibt es Schokonikolos. Alle beschweren sich darüber. Oh, diese böse, böse Konsumgesellschaft. Und trotzdem beobachte ich immer wieder, wie nicht wenige sich schon im Frühherbst mit den ganzen Weihnachtsutensilien ausstatten und gleichzeitig darüber schimpfen, dass es doch noch viel zu früh für den ganzen Ramsch ist.

Ich bin ja ein bekennender Fan von Weihnachten. Doch die richtige Stimmung kommt bei mir erst, wenn auch das Wetter mitspielt. Heuer war das Timing ja nahezu perfekt. Das erste Adventwochenende und richtig viel Schnee. In weiser (!) Voraussicht verbrachte ich das Wochenende gleich mal daheim, um voll auf meine Kosten zu kommen. Und ja, ich bin dann auch brav in der Küche gestanden und hab Mama beim Kekse backen geholfen. Und, ich habe nach vielen Jahren wieder einen Brief ans Christkind geschrieben. (Nachdem der Osterhase einmal Guns ´n Roses mit Deep Purple verwechselt hat, wollte das Christkind da kein Risiko mehr eingehen. Aber das ist eine andere Geschichte….). Komischerweise war es eine sehr kurze Liste. Ich bin doch nicht etwa bescheiden geworden? Oder gar zufrieden? Hmmm…

Nein, keine Angst, den Zustand der 100 %igen Zufriedenheit erreiche ich nur sehr schwer, sehr selten und falls dies dann doch einmal eintreffen sollte, bin ich schon wieder unzufrieden, weil ich keinen Grund zum sudern hab und bin eh schon wieder unzufrieden.
Aber in den folgenden 4 Wochen werde ich tatsächlich zufriedener sein. Einer der vielen Gründe dafür ist sicher, dass nur in dieser Zeit „Last Christmas“ gespielt wird. Ich lieeeeeeeeeeeebe dieses Lied.
Und nein! Es ist mir nicht peinlich!!

November 24, 2008

erste große liebe....

Am Wochenende hab ich meine erste große Liebe wiedergesehen und es hat mich getroffen wie einen Blitz. Nicht, dass es überraschend war, dass ich ihn sehen werde. Nein, es war sogar geplant und gut vorbereitet. Ich hatte aufgeräumt, die Kerzen und Duftlampe angezündet, ich hatte Tee und Kekse daheim, das Handy sogar auf lautlos gestellt. Es war herrlich gemütlich und draussen hat sich langsam aber sicher der Winter bemerkbar gemacht. Der erste Schnee war da… Wunderschön… Und plötzlich war ER da. Ich habe ihn ein paar Jahre nicht gesehen, und schon ewig nicht mehr an ihn gedacht. Aber als ich ihn dann sah, war es als ob die Zeit stehen geblieben wäre. Er war wie damals und er hat sich auch kein bisschen verändert- einzig, seine Stimme war anders- gewöhnungsbedürftig… Aber eigentlich find ich sie so sogar noch cooler. Und ein englisches „Babe“ ist sooo viel authentischer, als ein deutsch- synchronisiertes.
Ihr kennt ihn sicher (fast) alle. Darf ich vorstellen: Dylan McKay- der Bad Boy aus Beverly Hills 90210. Diese Serie hat mich durch ihre lange Lebensdauer fast durch meine gesamte Jugendzeit gebracht. Wer mich kennt, weiß, dass mich Filme langweilen und es viel Überredungskunst für so was wie einen DVD- Abend braucht. Aber geht es um Serien, bin ich die Erste, die dabei ist. Und meine erste Serienliebe war natürlich Beverly Hills. (Den jüngeren Lesern sei hier gesagt, damals hat es so was wie eine wirkliche Jugendserienkultur noch nicht gegeben.). Ich war wahrscheinlich 11 oder 12 als es begann und so unglaublich in Dylan verknallt. Ich wollte wie Brenda sein.
Natürlich, mit der Zeit haben diese „tiefen“ Gefühle dann abgenommen und mit der Zeit, waren dann doch die echten Jungs interessanter- ein Dylan ist mir nie untergekommen. Wobei, manche sind ja der Meinung, dass J. und S. wie Brandon und Dylan sind, was mir sehr zu gute kommt, um Brenda sein zu können. (Ja, jetzt überlegt mal schön, wer da wer ist… :)…)
Meine allerliebste J. hat mir dann ein Geschenk gemacht. Beverly Hills auf DVD- die komplette erste Staffel. Und das Wiedersehen war ein Traum! Ein absoluter Flashback mitten in die 90- er. Ich sage nur: türkise Strumpfhosen und darüber eine weiße Radlerhose(!!!) mit grünen Herzen!!!! Aber abgesehen von der Mode und den Fönfrisuren, war es lustig und auch schön, wieder wie ein Teenager vor dem Fernseher zu hocken und zu schmachten. Kann ich echt nur weiterempfehlen.
Und ja, ich warte schon sehnlichst auf die 2. Staffel, liebes Christkind!!

November 20, 2008

Das Abenteuer geht weiter....

Es liegen mal wieder sehr ereignisreiche Tage hinter mir… Die Jobsuche gestaltet sich als wahres Abenteuer- sowohl für mich, als auch für andere… Aber ich kann euch sagen, es bleibt weiterhin spannend… Das Angebot in München war sicher ein sehr gutes und für manche wahrscheinlich ein Angebot, das man nicht ablehnen kann und schon gar nicht sollte. Ich habs trotzdem nicht angenommen. Ob das klug war, kann ich jetzt noch nicht sagen. Aber ich bin nun mal wählerisch- auch beim Job. Auch wenn ich vielleicht nicht immer in der Position bin, dass ich die freie Wahlmöglichkeit hab…

Doch kommen wir zu erfreulicheren Dingen. Gestern hatte ich meine letzte Vorlesung für lange Zeit. Ein Professor der Publizistik hat bei der Sponsionsfeier den Dekan vertreten und diese Gelegenheit sofort genutzt um anstelle einer Rede eine Einführungsvorlesung über die Kommunikationswissenschaft zu halten. Wahrscheinlich damit Eltern, Verwandte und Freunde am Ende des Studiums wissen, was denn nun das Kind, Enkelkind, Nichte/ Neffe, … tatsächlich studiert hat. Ob seinen Ausführungen aber tatsächlich alle im Festsaal anwesenden Personen folgen konnten, wage ich zu bezweifeln, da selbst ich nicht immer genau verstanden habe, was er uns nun genau sagen wollte.
Trotzdem habe ich meine letzte Vorlesung genossen und durchaus auch ein bisschen Wehmut verspürt nun kein Schützling mehr meiner Alma Mater zu sein. (Ein Satz von dem ich wahrscheinlich nie gedacht hätte, dass ich ihn tatsächlich ernst meine…).
Und obwohl ein aufgeregter Vater, der seine Tochter photographieren wollte, mich dann gleich mal zur Seite gestossen hat, habe ich die Feier genossen und den Treueschwur abgelegt.

Zum Schluß danke ich allen meinen Fans, die gestern so zahlreich erschienen sind, mir zugejubelt haben und mich mit Geschenken überhäuft haben.

November 07, 2008

Wie es wohl wäre....

Also, ganz ehrlich! Gedanken lesen! Das wäre doch mal was, oder? Ich glaube, wenn ich mir eine Fähigkeit wünschen könnte, dann das! Aber natürlich mit einer Steuerung! Ich will ja nicht durch die Strassen rennen und dann dauernd die Stimmen hören, die da alle ständig in ihren Köpfen haben… Ist mir doch egal, worüber das Mädl, das mir in der U- Bahn gegenüber sitzt, nachdenkt- ob sie vielleicht nicht doch die schwarze Tasche hätte kaufen sollen, ob sie den Herd ausgemacht hat oder nicht, ob sie der Typ von gestern anruft oder nicht….Ganz ehrlich, mir egal!!! Zumindest meistens… :-)
Zugegeben, manchmal hat es ja auch durchaus so seinen Reiz, wenn man eben nicht weiß, was das Gegenüber gerade denkt. Manchmal ist gerade das das Spannende. Und manchmal, nein eigentlich meistens, ist das auch nicht notwendig.
Aber hin und wieder würde ich dann doch so einiges dafür geben, wenn ich Gedanken lesen könnte. Ich bin ja eigentlich kein geduldiger Mensch. Ich will alles am besten sofort wissen/ können/ ausüben/ haben!! Leider klappt das nicht immer. Zum einen, weil manche Dinge eben so ihre Übung brauchen, bis man sie kann. Wenn es nach mir ginge würde ich ja sämtliche Sprachen auf Native- Speaker- Niveau beherrschen und ich würde nicht nur halblustig Geige spielen, sondern auch Gitarre und Schlagzeug und Bass beherrschen und mit Axl Rose, Bruce Springsteen und Pearl Jam die größten Bühnen dieser Welt rocken.
Zum anderen hängen manche Dinge im Leben eben nicht nur von einem selber ab. Und da kommt auch schon das wunderbare Gedankenlesen ins Spiel. Es gibt Situationen, da möchte man doch einfach wissen, was im anderen so vor sich geht…Wenn Handlungen dem widersprechen, was gesagt wird und umgekehrt. Wäre es nicht praktisch, wenn man dann Gedanken lesen könnte? Wenn man so „sehen“ könnte was wirklich gemeint ist, wie es dem anderen wirklich geht, woran man ist...? Es besteht zwar die Gefahr, dass man dann Sachen erfährt, die man vielleicht lieber nicht wissen möchte, oder die für einen selber nicht so „klass“ sind… Aber trotzdem, dazu bin ich dann manchmal doch zu neugierig… Ich würde das in Kauf nehmen… Also, immer her mit der Fähigkeit!! Und keine Angst, ich nutz das dann natürlich nicht zu meinem Vorteil aus!

Und während ich da jetzt grad so vor mich hin philosophiere, erreicht mich die frohe Botschaft, dass der ÖFB hin Zukunft ohne den alten Stickler auskommen muss. Wer hätte gedacht, dass der jemals zurücktritt? Ich hab da ja die Hoffnung schon aufgegeben. Wobei sich für mich natürlich auch gleich die Frage stellt, auf wen sich die Medien und Fans jetzt einschießen werden, wenns bei der Nationalelf nicht so klappt. Nachdem Hicke und Stickler jetzt weg sind… Hmmm….Bleibt spannend… Vielleicht wissen wir ja nach dem Spiel am 19. schon mehr…. Vielleicht ist dann Mario Haas schuld, weil er seine Tore eben lieber für Sturm und nicht fürs Nationalteam schießt….

Umso fröhlicher vertschüsse ich mich also in ein hoffentlich wunderbar herbstliches Wochenende in jenes Bundesland, in dem die Sonne immer noch scheint und die Uhren doch nicht stehen geblieben sind.

Oktober 27, 2008

Das verflixte siebente Jahr....

Nein, ich weiß immer noch nicht was ich will. Ich weiß nur, in dieser Stadt kann ich nicht bleiben. Hätte man mir vor noch nicht allzu langer Zeit gesagt, dass ich mein ach so heiß- geliebtes Wien verlassen will, hätte ich denjenigen ausgelacht. Aber diese heiße Liebe hat sich verändert. Wie alles im Leben ständiger Veränderung ausgesetzt ist, hat sich auch mein Blick auf diese Stadt verändert.
Wien war in den letzten Jahren mein zu Hause. Ich dachte, hier würde ich für immer bleiben wollen. Die Stadt war mir vertraut, gab mir Schutz und Zuflucht. Sie ließ mich immer wieder Neues an ihr entdecken und wurde mir nie langweilig. Oh… es war wunderbar mit uns!!!
Doch dann hat mir diese Stadt ein paar Mal kräftig in den Hintern getreten. Fast so, als wolle sie mich loswerden. Sie war nicht mehr charmant, nur noch grantig, das Bunte wich dem Grauen und die Abwechslung der Tristesse.
Und nun heisst es langsam Abschied nehmen… Bevor die Liebe ganz verschwindet und nichts mehr von dem was war bleibt.… Möglicherweise ist der Abschied ja nicht für immer…

Oktober 26, 2008

Und nun?

Ich könnt mich jetzt kurz vorstellen. Kann euch mit meinem Lebenslauf, meinen guten und schlechten Eigenschaften, meinen Hobbies, wie meine Freunde über mich denken und dem ganzen Blabla zumüllen… Aber mach ich nicht! Das ist ja auch keine Kontaktanzeige ala „Ich (25) suche Ihn (ab 30) zum gemeinsamen Zeitverbringen und mehr.“ - wobei, wenn wir grad beim Thema sind…. Es hat doch sicher schon jeder von euch mal, aus welchen Gründen auch immer, diese Kontaktanzeigen gelesen. Vielleicht hat einer von euch auch schon mal auf eine geantwortet. (Ich rede jetzt von den „wirklichen Kontaktanzeigen“ und nicht von irgendwelchen Parkplatztreffs!!!) Jedenfalls, steht da ja im Prinzip in jeder Anzeige das gleiche, oder? Also frag ich mich: WIE entscheidet man sich da??? Nach den Altersangaben? Nach Zufall? Oder antwortet man eh auf jede?

Aber eigentlich eh wurscht… ich schweife ab…Also zurück zum Wesentlichen!
Seit 3 Wochen, darf ich glückliche mich Frau Magistra nennen. Und da sind wir auch schon mitten in der Geschichte… oder mitten im Dilemma… Die große Frage taucht nun immer häufiger- schon fast im Stundentakt- auf. Wenn ich sie mir nicht selber stelle, kommt sie von jemand anderem- nämlich: „Und was machst jetzt?“ Und: Ich habe keine Antwort!!! Ich war nie ein Mensch, der großartige Pläne gemacht hat oder gar einen 5- Jahresplan hatte. Viele Entscheidungen hab ich immer aus der Situation und dem Bauch heraus getroffen.Nicht, dass ich mir keine Gedanken über mein Leben mache, oder wo es mich noch hinführen soll. Wahrscheinlich gerade deswegen, mache ich mir vielleicht mehr Gedanken über die Zukunft als jemand, der mit 16 weiß, wo er hin will und wie er dorthin kommt. Mit einem Plan ist der Weg ja vorgegeben und man ist so auf das Ziel konzentriert, dass man gar nicht nach links und rechts schauen kann, um zu sehen, was es sonst noch gibt.Ich mach mir jeden Tag aufs neue Gedanken, wo mich das Leben hinführt und wohin wohl eher nicht. Zu wissen, was man wirklich will, ist wohl eines der schwersten Dinge im Leben. Ich könnte mühelos eine ewiglange Liste aufführen, mit Dingen, die ich auf keinen Fall möchte. Aber auf die scheinbar simple Frage „Was willst du machen?“ kann ich im Moment noch keine Antwort geben. Es gibt einfach so viel Interessantes, so viele Möglichkeiten und das ganze noch dazu an so vielen Orten, dass mich doch ein bisschen die Angst begleitet, wenn ich mich für das eine entscheide, ist die Tür zum anderen für immer geschlossen…